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Foto: mortgage-g7a0aebf70_1280/Pixabay

Das neue Jahr beginnt und damit bietet sich Immobilienbesitzern vielleicht die Chance, die bestehende Finanzierung innerhalb der nächsten Monate anzupassen.

Wenn in diesem Jahr die Zinsbindung Ihrer Immobilienfinanzierung ausläuft, wird sich die Bank ca. drei bis sechs Monate im Voraus bei Ihnen melden und ein Angebot für die Anschlussfinanzierung unterbreiten.
Dieses wird auf den ersten Blick großartig aussehen. Denn im Vergleich zu dem bestehenden Kreditvertrag, wird es mit dem Zinssatz deutlich nach unten gehen.
Ein Vergleich zwischen dem damaligen mit dem heutigen Zins ist natürlich unvollständig. Um sich hier einen aussagekräftigen Überblick zu verschaffen, sollten Sie sich Vergleichsangebote von anderen Kreditgebern einholen.

Da wir als unabhängiger Finanzierungsberater Zugang zu mehr als 250 Banken haben, ist das für Sie der wohl einfachste Weg, um einen Vergleich anzustellen.

Die Unterschiede:

Die Erfahrungen, die wir in solchen Fällen in der Vergangenheit gemacht haben, sprechen klar gegen die Annahme des Angebots der bisherigen Bank. Meistens setzt diese darauf, dass der Kunde den Aufwand eines Wechsels scheut. Deshalb werden Zinssätze angeboten, welche bis zu 0,5% über der besten Markalternative liegen.

Bei einer Kreditsumme von 100.000,– € bedeutet das 500,– € höhere Kosten pro Jahr. Um es anders zu verdeutlichen: Häufig bedeutet ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter, dass die Finanzierung einige Monate früher zurückgezahlt ist. Am Ende kommen so schnell einige Tausend Euro Ersparnis zusammen.

Kosten für die Umstellung:

Gerne argumentiert der alte Kreditgeber, dass eine Umstellung weitere Kosten mit sich bringt, die vor allem durch die Veränderungen im Grundbuch entstehen. Das ist auch korrekt. Die Übertragung von Grundschulden ist aber deutlich günstiger als eine Neueintragung zu Beginn einer Finanzierung. Bei der Übertragung von Grundschulden in Höhe von 100.000,– € sollte man für Notar- und Gerichtskosten einmalig ca. 450,– € kalkulieren. Oftmals übernimmt die neue Bank sogar einen Teil dieser Kosten.

Aufwand für die Umstellung:

Die Antragsstellung ist häufig leichter als gedacht. Neben den Unterlagen für die Immobilie, für die zum Teil einfach nur eine Vollmacht erteilt wird, werden meist nur noch aktuelle Gehaltsabrechnungen benötigt. Alles weitere übernimmt dann der Berater, der die Antragsstellung mit der neuen Bank regelt und auch die termingerechte Kreditablösung überwacht.

Besonderheiten bei Förderkrediten:

Viele Kunden haben neben der Hauptfinanzierung auch Förderdarlehen integriert. Die KFW, wie auch die Förderbanken der Länder (z.B. Investitionsbank Schleswig-Holstein), bieten ebenfalls einige Monate vor Ablauf Anschlussfinanzierungen an. Die Annahme dieser Angebote ist äußerst unkompliziert. Es werden üblicherweise drei Varianten angeboten, aus denen der Kunde auswählt, indem er ein entsprechendes Kreuz setzt.

Anschließend muss nur noch das unterschriebene Formular zurückgeschickt werden – sehr einfach und verlockend. Viele Kunden bedenken hier aber nicht, dass dieser Vorgang auch das Grundbuch blockiert, welches schnell negative Auswirkungen auf die anderen noch bestehenden Darlehen hat. Besonders für den Fall, dass für anstehende Modernisierungen noch weiteres Geld benötigt wird, kann der Handlungsspielraum bei einer vorschnellen Umstellung des Förderkredits erheblich eingeschränkt sein. Am Ende wirkt sich das negativ auf den Zinssatz aus und es wird für den Kunden deutlich teurer.

Fazit

Bei Anschlussfinanzierungen kann man vieles falsch machen, weil man den schnellen und einfachen Weg geht. Das kann sehr teuer werden. Deshalb empfehlen wir, sich in einer solchen Situation etwas Zeit zu nehmen und mit einem unabhängigen Experten zu besprechen und zu planen. Anschlussfinanzierungen können übrigens unabhängig von der Zinsfestschreibung spätestens nach zehn Jahren vorgenommen werden. Bei Beratungsbedarf oder bei Fragen zu dem Thema sind wir gerne für Sie da.

Wir wünschen ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2022!

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