Welche Möglichkeiten gibt es, sich im Home Office zu schützen?
 
Herzlich Willkommen zum zweiten Teil unserer Cyberschutzreihe!
Cyberattacken sind nach wie vor sehr präsent und stellen eine Gefahr für uns alle dar. Erst kürzlich wurden Gemeinden (z.B. die Stadtverwaltung von Schwerin: https://kommunal.de/cyberangriffe-stadtverwaltungen-experten) und große Unternehmen wie Media Markt oder Saturn angegriffen, aber auch private Haushalte sind täglich von organisierter Cyberkriminalität betroffen.
Bei den nun wieder steigenden Coronazahlen gehen auch immer mehr Arbeitnehmer zum Home Office über. Das hat Vorteile – gleichzeitig birgt es aber auch Risiken und Gefahren im Kontext der häuslichen, digitalen Infrastruktur.
Im Büro des Arbeitgebers sind die IT- und datenbezogenen Sicherheitsstandards besonders hoch, da das Netzwerk im Rahmen der sensiblen Unternehmens- und Kundendaten vor externen Angriffen geschützt werden muss. Sind Sie allerdings zuhause im eigenen WLAN oder arbeiten von unterwegs mit fremden WLAN-Netzwerken, ist Vorsicht geboten, damit Ihre Daten nicht ausgelesen werden.
Um die Sicherheit auch im Home Office zu gewährleisten, erhalten Sie hier einige Tipps des renommierten IT-Sicherheitsdienstleisters Perseus:
  1. Aktivieren Sie Ihre Firewall. Besonders bei nicht gesicherten WLAN-Netzwerken sollten Sie die Funktion „automatische Verbindungen mit offenen WLAN Netzwerken“ deaktivieren. Nutzen Sie stattdessen mobile Daten und surfen Sie über den Hotspot ihres Smartphones oder über ein virtuelles, privates Netzwerk (VPN).
Kurzanleitung zur Aktivierung Ihrer Firewall:
  • Konfiguration bei Windows 10: Öffnen Sie das Startmenü und geben Sie in der Suchleiste den Begriff Windows Defender Security Center ein. Klicken Sie auf Firewall und Netzwerkschutz und wählen dann das entsprechende Netzwerk aus, was dort angezeigt wird. Jetzt ist die Firewall aktiv.
  • iOS/ Apple Geräte: Wählen Sie im Menü Systemeinstellungen und Klicken auf Sicherheit und auf Firewall.
  1. Verarbeiten Sie keine Firmendaten auf privaten Endgeräten. Falls es nicht vermeidbar ist, lassen Sie sich die Nutzung im Vorfeld von ihrem Arbeitgeber genehmigen. Statten Sie das Gerät mit der nötigen Software für sicheres Arbeiten aus, denn jedes unbekannte Gerät oder Programm, das Sie auf einem privaten Computer nutzen oder downloaden, stellt eine Sicherheits- oder Datenschutzrelevante Gefahr dar und sollte deshalb mit Ihrem Arbeitgeber abgesprochen sein. Lassen Sie Ihr Endgerät prüfen und mit Antiviren Software, Firewall, VPN Clients o.Ä. durch Ihren Arbeitgeber ausrüsten.
  2. Phishingmails – seien Sie bei unbekannten E-Mails besonders aufmerksam. Wenn diese ein aktuelles Ereignis thematisieren oder eine konkrete Handlung von Ihnen fordern, seien Sie aufmerksam. Besonders, wenn zu einem Download aufgefordert wird, zur Installation eines Programms oder zu einer Herausgabe von Informationen, sollten Sie dies nicht ohne Weiteres tun. Auch der Forderung einer Geldtransaktion sollte nicht nachgegangen werden und ggf. einer polizeilichen Prüfung unterzogen werden. Achten Sie dabei auf Details wie Schreibstil, Orthographie und den Kommunikationskanal.
  3. Wenn Sie an der frischen Luft arbeiten, passen Sie auf sensible Firmeninformationen auf. Weder Ihr Nachbar noch ein Fußgänger sollten diese auf irgendeinem Weg mitbekommen, hören oder lesen können. Betriebsgeheimnisse und Kundendaten müssen auch im Home Office sorgfältig geschützt werden.

Zum Abschluss noch folgender Tipp:

Richten Sie sich zu Hause ein Gäste-WLAN ein und lassen Sie Ihre Gäste nur über diesen Zugang das Internet nutzen. Dann denken Sie sich ein sicheres und kryptisches Passwort für Ihren Router aus, damit dieser möglichst nicht gehackt werden kann. Außerdem sollten immer alle Programme auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Somit werden bestehende Sicherheitslücken geschlossen.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in folgendem Leitfaden: Cybersicherheit Perseus
Viel Erfolg bei der Umsetzung und bis zum nächsten Teil dieser Reihe.

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