Wichtige Info für Selbständige, Freiberufler und Versorgungswerksmitglieder am Ende des Blogs!
Die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge ist in aller Munde und in der Presse bereits viel behandelt. Möglicherweise sind Ihnen ebenso bereits einige verlockende Werbeangebote untergekommen.
Aber wissen Sie was? Selbst die Finanzämter, die Zulagenstellen und alle offiziellen Stellen haben noch keinerlei Klarheit, wie die Umsetzung erfolgen soll! Und trotzdem ist die Werbemaschinerie bereits am Heißlaufen.
- Banken
- Onlinebroker
- Neobroker
- Investmentgesellschaften
- Vermögensverwalter und auch
- Versicherer
rühren ganz gewaltig die Werbetrommel, um Neukunden zu gewinnen. Sie wollen Sie bereits jetzt, sofort zu einem Wechsel in das 2027 beginnende, neue Fördersystem locken.

Quelle: LV1871
Unser wichtiger Rat:
Keine übereilten Kündigungen aussprechen!
Keine vorschnellen Übertragungen veranlassen!
und
Keine unbedachte Erklärung für einen Wechsel in die neue Förderwelt starten!
Bleiben Sie entspannt und gelassen: Ruhe, Orientierung, Beratung und sorgfältige Abwägung aller Details sind Trumpf.
Denn es herrscht keine Eile, kein Zeitdruck. Ja, na klar, es war schon lange überfällig und mehrfach ist der Versuch bereits gescheitert, die Riester-Rente zu reformieren und zu vereinfachen. Ob das mit der Reform der geförderten privaten Altersvorsorge jetzt so wirklich gut gelungen ist, bleibt wohl strittig. Doch Sie können durch bedachtes Abwarten nichts Bestehendes verlieren oder sonstige Nachteile haben.
Was noch ungeklärt ist zur Reform der geförderten privaten Altersvorsorge:
Da die zuständigen Behörden noch nicht einmal wissen, wie die Umsetzung genau laufen wird, und da die Produktanbieter ihre Konzepte noch nicht einmal fertig haben, bleiben Sie bitte gelassen.
Hier und jetzt Entscheidungen zu treffen wäre falsch und Ihnen bereits konkrete Handlungsempfehlungen auszusprechen – in unseren Augen – unseriös.
Viele Dinge sind noch nicht final geklärt, wie u.a.:
- In wie viele Fonds kann ich in der jeweiligen Lösung investiert sein?
- Wie sieht es mit den Wechselmöglichkeiten aus – wie viele und welche Fonds stehen zur Verfügung?
- Kann ich eine Garantie wählen, wenn ich möchte?
- Wie läuft es mit den Kosten im Details?
- Wie wird mein Geld in der Rentenphase investiert?
- Wie läuft die Übertragung von bisher angesparten Geldern?
→ Eine Übertragung des bisher angesparten Kapitals in ein neues Produkt soll ohne Verlust der staatlichen Zulagen möglich sein.
→ Wichtig: Es fallen – laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) – Wechselkosten an. Sie sollen gesetzlich auf 150 Euro für den abgebenden und 150 Euro für den aufnehmenden Anbieter begrenzt werden.
Warten wir also mal ab. Ohne verlässliche Antworten auf diese Fragen ist es für Sie nahezu unmöglich, eine informierte Entscheidung zu treffen.
Die bessere Strategie
Die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge wird ein beratungsintensives Thema. Es geht hierbei konkret um langlaufende Altersvorsorgeverträge. Dabei müssen Förderquoten, Kosten, steuerliche Effekte, Garantien, Renditechancen, Risiken, bestehende Vertragsvorteile und Ihre persönliche Situation sorgfältig geprüft werden.
Folgen Sie also keinen pauschalen Empfehlungen und bleiben Sie kritisch, insbesondere bei den in der Werbung stark vereinfachten Kosten-, Rendite,- oder Wechselvergleichen!
Bereiten Sie sich besser selbst in den kommenden Monaten sukzessive auf das Thema vor und lassen Sie uns dann dazu ins Gespräch gehen.
Auch für Selbständige, Freiberufler und Pflichtversicherte in Versorgungswerken ist das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 förderfähig. Auch Sie sollten sich damit also beschäftigen – unsere Unterstützung bekommen Sie mit Sicherheit!
Kurzresümee
- Fallen Sie nicht auf die eilig wirkenden Werbeaussagen rein, denn ein falscher Klick und die Entscheidung ist unumkehrbar.
- Bestehende Riester-Verträge genießen Bestandsschutz – ein Wechsel in das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 bleibt freiwillig.
- Experten und GDV warnen vor vorschnellen Vertragswechseln, da Altverträge oft höhere Garantiezinsen und bessere Rentenfaktoren bieten.
- Vergleichen Sie in Ruhe zusammen mit einem fachkundigen Berater, ob der neue oder der alte Förderweg für Sie lukrativer ist.


